Zweite Abteilung. Physik

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Die Materie hat Individualität, insofern sie das Fürsichsein so in ihr selbst hat, daß es in ihr entwickelt und sie damit an ihr selbst bestimmt ist. Die Materie entreißt auf diese Weise sich der Schwere, manifestiert sich, sich an ihr selbst bestimmend, und bestimmt durch die ihr immanente Form das Räumliche aus sich der Schwere gegenüber, der vorher als einem gegen die Materie anderen, von ihr nur gesuchten Zentrum dieses Bestimmen zukam.

Zusatz. Die Körper kommen jetzt unter die Macht der Individualität. Das Folgende ist die Reduktion der freien Körper unter die Macht des individuellen Einheitspunkts, welcher dieselben verdaut. Die Schwere, als in sich seiendes Wesen der Materie, nur innere Identität, geht, da ihr Begriff die wesentliche Äußerlichkeit ist, in die Manifestation des Wesens über; als solche ist sie die Totalität der Reflexionsbestimmungen, aber dieselbe auseinandergeworfen, so daß jede als eine besonders qualifizierte Materie erscheint, welche, als noch nicht zur Einzelheit bestimmt, gestaltloses Element ist. Diese materialisierten Formbestimmungen haben wir in doppelter Weise, einmal als unmittelbare und dann als gesetzte. Im Sonnensystem erscheinen sie unmittelbar, dann existieren sie als wesentlich gesetzte; wie die Eltern als Eltern das Unmittelbare sind, zweitens aber auch Kinder, Erzeugtes. So existiert das Licht einmal als Sonne, dann als hervorgehend aus äußerlichen Bedingungen. Das erste Licht ist an sich, im Begriffe erzeugt; dieses muß auch gesetzt werden, und dies Dasein unterscheidet sich dann als besondere Weise der Existenz.

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Die Physik hat zu ihrem Inhalte:
A. Die allgemeine Individualität, die unmittelbaren freien physischen Qualitäten.
B. Die besondere Individualität, Beziehung der Form als physischer Bestimmung auf die Schwere und Bestimmung der Schwere durch sie. 9/109
C. Die totale freie Individualität.

Zusatz. Dieser Teil ist der schwierigste in der Natur, denn er enthält die endliche Körperlichkeit. Das Differente hat immer die meiste Schwierigkeit, weil der Begriff nicht mehr auf unmittelbare Weise, wie im ersten Teil, vorhanden ist, noch sich, wie im dritten, als real zeigt. Hier ist der Begriff verborgen; er zeigt sich nur als das verknüpfende Band der Notwendigkeit, während das Erscheinende begrifflos ist. Zuerst sind die Formunterschiede beziehungslos und selbständig gegeneinander; das Zweite ist die Individualität in der Differenz, im Gegensatze; erst das Dritte ist die Individualität als die Herrin über die Formunterschiede.